Warum unsere Gesellschaft immer kälter wird

Was früher oft als Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist heute ein vielfach bewiesener Fakt: Unsere Gesellschaft wird sozial immer kälter. Mitgefühl, Empathie und sozialer Zusammenhalt wird zunehmend kleiner und durch ein indoktriniertes Ego-Denken ersetzt. Das ist nicht nur bei sozialen Experimenten zu sehen, sondern auch bei diversen Umfragen und Massen-Interviews so rausgekommen. Doch womit ist die Abnahme an Liebe für den Nächsten zu begründen? Weshalb kümmern wir uns fast nur noch um uns selbst? Wir haben die Hauptgründe für Sie recherchiert und ausgearbeitet.

Medialer Einfluss

Filme und TV-Serien beeinflussen massgeblich den Geist und die eigene Einstellung, ob man das will oder nicht. Wer konstant Filme sieht, in denen der gefühllose und hartherzige Charakter im Endeffekt der Gewinner ist, wird ihm früher oder später ähneln wollen. Zum Beispiel wird man nach dem Schauen von „Scarface“ auch nicht auf die Idee kommen, durch ehrliche Arbeit reich werden zu wollen, ähnlich spiegeln viele andere Sendungen, wie zum Beispiel Germanys Next Topmodel Leitgedanken wie zum Beispiel „Wer auf sich schaut und die Anderen ausblendet, gewinnt.“ wieder.

Andere Vorbilder und vorgepredigte Lebensziele

Unsere heutige Medienlandschaft zeigt, anders als früher, keine Volkshelden, Kriegsveteranen oder Menschen, die der Gesellschaft zum Beispiel durch Erfindungen geholfen haben, sondern vielmehr Personen, die es durch Ellenbogendenken (und auch Fleiss) bis ganz nach oben geschafft haben. Das signalisiert wieder, dass soziale Anerkennung und Popularität mit Geld und Macht verbunden sei, nicht damit, seine Mitmenschen zu unterstützen. Gleichzeitig leben diese auch oftmals ganz offen ein Luxusleben, und fordern ihre Fans auf, hart zu arbeiten um sich ebenfalls Luxus gönnen zu können, was wieder zu einem verstärkten Ego-Denken führt. Ein gutes Beispiel ist hier der „Instagram-König“ Dan Bilzerian.

Mehr Wettbewerb und weniger Chancen

Die Berufswelt ist in den letzten zehn bis zwanzig Jahren um einiges härter geworden. Die Preise sind gestiegen, während das Lohnniveau nicht proportional mitgewachsen ist. Gleichzeitig sind durch die Globalisierung viele Branchen (zum Beispiel die Textilindustrie), fast zur Gänze ins Ausland abgewandert, wodurch viele Jobs verloren gegangen sind. Die verbleibenden freien Stellen sind einem harten Wettbewerbskampf ausgesetzt, bei denen die gewinnen, die sich selbst überzeugender verkaufen können.

Neue Werte, weniger Werte

Während früher viele junge Menschen oft bemüht waren, traditionellen Rollenbildern oder auch (zum Teil sexistischen) Geschlechterrollen zu entsprechen, fällt heutzutage derartiges Bestreben in der Regel weg. Diese patriarchischen und althergebrachten Werte fallen weg, und werden durch das Streben nach Karriere und Geld ersetzt – ein Dogma, das oft in fast völliger Egomanie endet.

Ein härterer Staat

Menschen, die aufgrund von Handicaps wie Alkoholsucht, Drogenabhängigkeit oder einer schlechten Arbeitshaltung weniger produktiv waren, als der Rest der Gesellschaft, wurden oft besonders in kommunalen Betrieben toleriert und nicht entlassen. Wer soweit nicht integrierbar war, wurde durch ein tendenziell üppiges Arbeitslosengeld am Leben gehalten. Mit der weltweiten Wirtschaftskrise und angesichts der hohen Verschuldung der meisten europäischen Staaten wurden allerdings Sparpakete entworfen und umgesetzt die speziell unproduktivere und weniger beruflich leistungsstarke Menschen treffen. Dadurch steigt der soziale Druck, Angst und ein egozentrisches Denken nehmen zu.

Die Gründe, warum unsere Gesellschaft sozial kälter geworden ist, sind vielfältig und zum Teil sehr komplex. Das waren allerdings die Hauptursachen, warum sich immer mehr Menschen in Mitteleuropa eine Ellenbogenmentalität aneignen und ihr soziales Denken mehr und mehr vernachlässigen. Trotzdem muss betont werden, dass das nur Tendenzen sind, und viele Individuen unsere Gesellschaft immer noch durch ihr soziales Engagement bereichern.

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