5 Gründe, warum Freundschaften wichtig für die Gesundheit sind

Nahezu jeder weiß bzw. fühlt, wie wichtig es ist, Freunde zu haben. Doch Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der Freundschaften über die letzten Jahre rapide sinkt – die Menschen isolieren sich immer mehr.

Dies ist alarmierend, denn Freundschaften sorgen nicht nur für Spaß, Kameradschaft und emotionale Gesundheit, sondern können auch die physische Gesundheit verbessern.

Im Folgenden finden Sie 5 Gründe, warum Freundschaften wichtig für die Gesundheit sind:

1. Freunde können Ihr Leben verlängern

Menschen, die starke soziale Beziehungen haben, besitzen ein niedrigeres Risiko, vorzeitig zu sterben als Menschen, die isoliert sind. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 ist der Effekt der sozialen Bindungen auf die Lebenszeit doppelt so stark wie der von Sport und äquivalent dem der Aufgaben von Rauchen.

2. Freunde verbessern die Allgemeingesundheit

Studien zeigen, dass Menschen ohne enge Freundschaften (über alle Altersklassen) im Vergleich zu Menschen mit solchen über eine schlechtere Allgemeingesundheit verfügen (höherer Blutdruck, schlechterer Body Mass Index, größerer Bauchumfang und Entzündungsparameter).

Natürlich kann man nur schwer sagen, ob Freundschaften und andere soziale Verbindungen die Ursache für schlechte Gesundheit sind oder ob eine schlechte Gesundheit Isolation verursacht.

Doch da die Untersuchungen über Jahre hinweg verliefen und sich dabei Freundschaften auflösten und bildeten, konnten Sie die Forscher diese Auswirkungen dieser Prozesse auf die physische Gesundheit beobachten. Und sie sind davon überzeugt, dass soziale Bindungen Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

3. Freundschaften können Ihr Denkvermögen auf Trab halten

Eine Studie aus dem Jahr 2012 ergab, dass das Demenzrisiko bei älteren Menschen mit ihrem Gefühl der Einsamkeit stieg. Allerdings lässt sich hierbei nur schwer sagen, ob die Einsamkeit tatsächlich Demenz verursacht.

4. Freunde können dabei helfen, schlechte Zeiten zu überstehen

Irgendwann brauchen alle Menschen eine Schulter, an die sie sich anlehnen können. Wenn die Zeiten schlecht sind, können Freunde dabei helfen, diese zu überstehen. Zahlreiche Studien belegen, dass Unterstützungs-Gruppen nicht die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern und laut einer können sie sogar die Lebensdauer von Krebspatienten verlängern.

5. Freundschaften können ein Leben lang bestehen

In einer Zeit, in der Mobilität in der Arbeitswelt nahezu obligatorisch ist, kann die Pflege von Freundschaften schwierig sein – gelegentliche Facebook-Updates reichen da nicht aus. Doch Untersuchungen zeigen, dass räumlicher Abstand sich nicht zwangsläufig negativ auf die Freundschaft auswirkt.

In einer Landzeitstudie wurden Uni-Freunde seit dem Jahr 1983 beobachtet – sie wurden gebeten, Auskünfte über die ihre Freundschaft und das ‚Gefühl der Nähe‘ zu geben. Die Forscher fanden heraus, dass zunehmende räumliche Distanz nicht unbedingt die emotionale Nähe einer Freundschaft über Jahrzehnte negativ beeinflusste.

Telefonate (u.a. Skype) und E-Mail erlaubten Freunden auch zwei Jahrzehnte später in Kontakt zu bleiben – vor allem denjenigen, die länger während der Studienzeit befreundet waren und ähnliche Interessen zu Beginn der Freundschaft teilten.

3 Taktiken zur Steigerung der Produktivität

Heutzutage sind Menschen, die sich nicht darüber beschweren, was sie alles nicht schaffen, eher die Ausnahmen. Wir alle haben unzählige Aufgaben, die wir erledigen müssen und es werden täglich immer mehr.

Der typische Lösungsansatz für dieses Problem sieht vor, einfach effizienter zu werden. Man versucht die Stillstandzeit zu beseitigen, mehr zu arbeiten, die geistigen Fähigkeiten zu verbessern, schneller von einer Aufgabe zur nächsten zu springen oder sogar zu „multitasken“.

Doch was vielleicht bei Maschinen funktionieren mag, funktioniert nicht bei Menschen. Und bei Menschen sollte Effektivität, nicht Effizienz. Das menschliche Gehirn kann unter richtigen Bedingungen unglaublich effektiv arbeiten – jedoch nicht unter falschen. Zu viel von den falschen Bedingungen führen leicht zu Stress oder gar Burnout.

Doch was sind die richtigen Bedingungen?

Vereinfacht gesagt geht es darum, sich jeden Tag eine bestimmte Zeit zu reservieren (nicht mehr als 2 Stunden), in der Sie wirklich hochkonzentriert und effektiv an einer bestimmten Aufgabe arbeiten. Dazu müssen Sie lernen,

1) Bewusst Prioritäten zu setzen

Es ist überaus wichtig, zwischen dringenden und wichtigen Aufgaben zu unterscheiden. Etwas mag dringend sein, doch ist es nur selten wirklich wichtig. Sie sollten stets wichtigen Aufgaben den Vorzug geben. Bewusste Entscheidungen sind dabei ebenfalls von Bedeutung, denn oftmals geht man automatisch von einer Aufgabe zur nächsten über, ohne wirklich zu überprüfen, ob diese Aufgabe wirklich wichtig ist. Das heißt, man sollte sich zwischen Aufgaben einige Minuten Zeit lassen, um zu überprüfen, welche Aufgabe im Anschluss angegangen werden sollte.

2) passende Zeiten für verschiedene Aufgaben zu finden

Nicht alle Aufgaben sind gleich – einige erfordern sehr viel Aufmerksamkeit und diese ist bei Menschen nicht unbegrenzt. Einige Aufgaben wirken sich negativ auf die Stimmung aus, einige positiv. Daher macht es Sinn, bewusst Ihre Zeiten der höchsten Leistungsfähigkeit in Erinnerung zu bringen (die meisten Menschen sind am frühen Morgen am leistungsfähigsten, einige jedoch auch spät abends) – wie auch Wirkungen einzelner Tätigkeiten – und anschließend die wichtigen Aufgaben in diesen Zeitfenstern unterzubringen. Wer beispielsweise erst viele dringende, jedoch unwichtige Aufgaben erledigt, wird im Anschluss deutlich weniger mentale Energie für wichtige Aufgaben haben. Es geht also darum, zu erkennen, wann man an welchen Aufgaben arbeiten sollte.

3) die passende Arbeitsumgebung zu schaffen

Ihre Arbeitsumgebung hat einen stärken Effekt auf das, was bzw. wie viel Sie erledigen können, als Sie vermutlich glauben. Lärm und störende Geräusche machen es äußerst schwer, sich zu konzentrieren. Auch die Beleuchtung und Pflanzen(wahl) haben einen starken Einfluss auf die Aufmerksamkeit und Kreativität. Natürlich können die meisten ihren Arbeitsplatz nicht wirklich ändern, doch bereits kleinere Änderungen können einen positiven Effekt auf die Produktivität haben.

Die Arbeitswelt des Menschen von heute scheint vor allem durch Überwältigung gekennzeichnet zu sein. Die obengenannten Techniken sollen dabei helfen, diesen Zustand zu überwinden.

Bonus-Tipp: Man muss nicht alle Aufgaben zwangsläufig selbst erledigen – Outsourcing ist das Stichwort. Darunter versteht man die Übergabe von Aufgaben an qualifizierte Arbeiter außerhalb des Unternehmens, die in der Regel weitaus günstiger sind. Dadurch spart man nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Firmen, die Produkte herstellen, können sich zum Beispiel Bedienungsanleitungen schreiben oder technische Übersetzungen anfertigen lassen.

 

Die besten Strategien, um gegen Demenz und Alzheimer anzukämpfen

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die Lebenserwartung steigt besonders stark in Mitteleuropa, während die Geburtenraten weiter sehr niedrig bleiben. Das hat zur Folge, dass die Vorbeugung von Krankheiten psychischer und physischer Natur immer relevanter wird. Jedoch sind bereits jetzt circa 8 Prozent aller Menschen über 65 in der Schweiz an Demenz erkrankt, gleichzeitig leiden bereits 30 Prozent aller über 90-Jährigen an der Krankheit. Zurzeit sind das circa 116 000 Personen landesweit, jedoch wird diese Zahl 2030 auf 200 000 angestiegen sein. Aus diesem Grund fragen sich immer mehr Menschen, wie sie am besten gegen Demenz ankämpfen können, und ihr Gehirn am besten dagegen wappnen können. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie herausgefunden.

Soziale Kontakte

So simpel es klingt: Die beste Vorsorge gegen Demenz ist das Aufbauen eines loyalen und festen Freundschaftskreises. Durch die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem durch Gespräche wird das Gehirn neu stimuliert und der Alterungsprozess wird auf geistiger Ebene verlangsamt. Ganz nebenbei sorgt es auch für weniger Langweile in einer Zeit, indem altersbedingt bereits einige Mitmenschen wenn nicht sogar der eigene Partner, verstorben sind. Gleichzeitig verhindert man so den Isolationsprozess, der die Krankheit noch verschlimmert oder zumindest beschleunigt.

Brot und (viele) Spiele

Wer verschiedenste Arten von Spiele spielt, bleibt geistig aktiv. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Schach handeln, auch andere Brettspiele oder sogar Videospiele helfen dabei, geistig rege zu bleiben und die Motorik zu fördern. Wer spielt, lernt auch unterbewusst, dadurch wird der Abbau von Wissen und Fähigkeiten unterbrochen und oft auch umgekehrt, wenn regelmässig auf verschiedene Art und Weise gespielt wird. Sinnvoll sind besonders Spiele, die das logische Denken fordern, zum Beispiel „Mensch ärgere dich nicht“. Ebenfalls gibt es spezielle Spiele gegen Demenz, die optimal auf Demenzerkrankte zugeschnitten sind.

Musizieren und Musik

Musik oder auch das Musizieren mit Instrumenten oder das Singen hilft Demenzkranken auf viele verschiedene Art und Weisen. Einerseits bringt es die Patienten aus der Lethargie, andererseits weckt es (zumeist positive) Erinnerungen an alte Tage. Abgesehen davon macht es das Leben für das soziale Umfeld und den Patienten selbst leichter, weil aufgestaute negative Empfindungen, wie Frustration, Angst, Wut, etc. langsam abgebaut werden.

Sprachen lernen

Demenzkranke, dessen Krankheitsverlauf bereits weit fortgeschritten ist, können oft nichtmehr von dem Lernen von neuen Sprachen profitieren. Allerdings ist Mehrsprachigkeit optimal, um sich vor Demenz und seinen Symptomen zu schützen. Ist die Demenz nämlich erst einmal eingetreten, lässt sich der geistige Abbau der Patienten laut einer Studie effizient verlangsamen.

Durch die Mehrsprachigkeit können im Kampf gegen die Krankheit bis zu drei bis vier Jahre gewonnen werden, denn durch das ständige Wechseln zwischen zwei Sprachen trainiert das Gehirn vor allem eines: Flexibilität. Und die ist bitter vonnöten, wenn sich die Krankheit während des Tages in unterschiedlicher Stärke zeigt. Grundsätzlich gilt allerdings: Je früher die zusätzliche Sprache gelernt wird, desto besser.

Fazit

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, können trotzdem noch lange Zeit an dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben. Durch verschiedene Massnahmen und Gewohnheiten, wie beispielsweise Musizieren, Singen, oder auch das Spielen von gewöhnlichen Spielen können die Symptome der Krankheit abgeschwächt werden, und wertvolle Lebensenergie kann zurückgewonnen werden.

Kurvig statt mager: Warum etwas Depotfett auch gesundheitlich von Vorteil sein kann

Die Blüte der Magermodels ist mit Sicherheit vorbei. Während in den letzten Jahrzehnten die meisten weiblichen Stars und Models gertendünn bis magersüchtig waren, und das Motto punkto Figur oft bei „Je dünner, desto besser.“ lag, rückt das öffentliche Schönheitsbild durch kurvige Stars wie Nicky Minaj, mehr und mehr in Richtung natürliche Kurven und einem unverfälschtem Äusserem statt künstlicher, durch Photoshop verzerrter Ästhetik. Doch warum jetzt auch immer mehr Ärzte und Gesundheitswissenschaftler den Trend befürworten, bleibt vielen ein Rätsel. Hier erfahren Sie die Gründe, warum es gesünder sein kann, Kurven und etwas überschüssiges Fett anstatt einer gertenschlanken Figur zu haben.

Schützend vor Temperatur und Erschütterungen

Menschen mit etwas Bauchfett und Speck auf den Rippen sind vor Kälte besser geschützt, und können ihr Immunsystem besser auf klirrend kalte Temperaturen einstellen. Gleichzeitig sind bei einer starken Erschütterung, zum Beispiel durch einen Auffahrunfall beim Autofahren, die inneren Organe weitaus besser geschützt. Hierbei wirkt die Fettschicht als Dämpfer und Ausgleicher im Moment des Aufpralls oder der Erschütterung. Sehr dünne Menschen hingegen sind gegenüber Stössen und tiefen Temperaturen im Winter sehr empfindlich und werden schneller krank.

Durch die Evolution auf Naturkatastrophen und Extremfälle vorbereitet

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Mensch ohne die Fähigkeit, Depotfett anzulegen, die langen Winter und Eiszeiten kaum überlebt hätte. Er ist evolutionär darauf eingestellt, in Zeiten von genügend Nahrung für Durstrecken vorzubereiten. In unserer modernen Gesellschaft sind diese Fettpolster oft verhasst, obwohl sie dennoch evolutionär absolut notwendig waren. Wer jedoch einige Kilos an zusätzlichem Körperfett am Bauch oder an den Hüften mit sich trägt, ist für Extremsituationen und Nahrungsknappheit weitaus besser vorbereitet. Denn mit einem etwas höheren Fettanteil kann der Mensch nur durch die Aufnahme einiger Vitamine über Monate überleben, wenn keine oder kaum Nahrung zur Verfügung steht.

Eine bessere Lebenserwartung

Anders als erwartet fanden Forscher kürzlich heraus, dass leichtes Übergewicht lebensverlängernde Effekte hätte. Zwar ist die Lebenserwartung bei starkem Übergewicht niedriger (Fettleibigkeit), wer allerdings maximal 20 bis 30 Prozent mehr auf die Waage bringt, als das von der Gesellschaft empfundene optimale Gewicht, schadet sich nicht selbst, sondern ist resistenter gegenüber Krankheiten und bleibt im Alter wahrscheinlicher rüstig. Zum Beispiel kann das überschüssige Körperfett bei schweren Krankheiten oder Verstimmungen des Magens im hohen Alter dazu führen, dass der Patient durch eine Zeit ohne Nahrungszufuhr auskommt. Das ist besonders bei alten Menschen und bei Krankheiten im Magen oder Darm essenziell und entscheidet oftmals über Leben und Tod.

Durch leichtes Übergewicht zum aktiveren Geist

Für Staunen sorgte eine Studie zu Unterschieden bei leicht übergewichtigen Personen im Gehirn im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen. Bei den leicht adipösen Personen funktionierte eine Drüse im Gehirn besser, die für Aktivität, geistige Regung und einen aktiven Lebensstil sorge. Die allgemeine Meinung, dass Menschen mit mehr Körperfett tendenzielle Stubenhocker sind, könnte so widerlegt werden.

Mit der wissenschaftlichen Neuheit, dass leichtes Übergewicht auch gesundheitliche Vorteile hat und sogar lebensverlängernd wirken kann, soll kein falsches Bild entstehen. Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit ist nichts desto trotz gefährlich für den Organismus und schränken die persönliche Freiheit ein. Wichtig ist auch die Verteilung des Fettes: Wer sein Depotfett nur am Bauch abspeichert, lebt ungesünder als Menschen mit etwas zu viel Fett an den Hüften und Po. Wer allerdings ein paar Pfunde zu viel an den Rippen hat, kann sich sicher sein, dass dies auch Vorteile für die Gesundheit haben kann.

Die tägliche Turnstunde: Vorteile und Nachteile einer langjährigen Forderung

Wer sich Statistiken und Vergleichswerte ansieht, wird schnell merken, dass die deutschsprachigen Länder (Österreich, Schweiz, Deutschland) im Vergleich zu den restlichen Staaten in Europa (insbesondere in Mitteleuropa) in Sachen Sportlichkeit eher am unteren Ende der Tabelle anzutreffen sind. Spitzen- und Leistungssport wird hier zwar gefördert, aber die breite Masse bleibt oft bis zur Pension ohne sportlichen Enthusiasmus. Gerade im Jugendalter entscheidet man sich unterbewusst, sportlich aktiv zu sein oder im Normalfall keinen Sport zu treiben. Das Problem ist, dass die meisten Gymnasiasten und Hauptschüler durch Lernen und Hausaufgaben in ihrer Freizeit derart ausgelastet sind, dass für zusätzlichen Sport kaum Zeit bleibt.

Eine Alternative kann da der tägliche Turnunterricht sein. Besonders in der Oberstufe gibt es meistens nur 2-3 Stunden Sport pro Woche, der dann oft in einem einzigen Block vorwiegend am Nachmittag abgefertigt wird. Jedoch kann eine tägliche Sportstunde den sonst geistig anstrengenden Unterricht in Sitzposition etwas lockern und hilft, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Das behaupten zumindest die Vertreter von Bürger- und Elterninitiativen für die gesetzmässige Einführung einer verpflichtenden täglichen Sportstunde. Doch was sind die Vorteile dieser Forderung, gibt es auch negative Seiten und entsprechen die versprochenen Effekte auch der Realität?

Effektiv gegen immer stärker werdendes Übergewicht

Mittlerweile sind 2,5 Millionen Schweizer übergewichtig, circa ein Drittel von ihnen ist sogar adipös (fettleibig). Eine langfristig effektive Gegenmassnahme wäre eine tägliche Sportstunde ab dem Schulstart mit 6 Jahren bis zum Verlassen der Schule mit 18 bis 19 Jahren! Denn mit nur einer täglichen Stunde Sport könnten mehr als 400 bis 500 Kalorien verbrannt werden, zusätzlich stärkt es die Fettverbrennung durch den Aufbau von Muskelmasse und eines verbesserten Stoffwechsels. Die Folge wäre, das die Anzahl an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen stark sinken würde, was wiederum das staatliche Gesundheitswesen deutlich entlasten würde.

Ein positiver Ausgleich

Wer täglich Sport als Jugendlicher betreibt, beugt Gelenks- und Rückenschmerzen, wie auch Verspannungen vor. Besonders in der Schulzeit, wo oft mehr als 10 Stunden pro Tag gesessen wird, ist der Effekt auf die Gesundheit selbst bei einer einzigen Schulstunde an Sport enorm. Letztendlich kann auch sozial einiges durch Sport verändert werden, beispielsweise können im Rahmen von sportlichen Übungen die Klassengemeinschaft gestärkt und Aussenseiter integriert werden.

Der Zeitfaktor

Besonders in den stressigen Monaten, wie zum Beispiel im Mai oder um die Weihnachtszeit herum, sind die Terminkalender voll und wichtige Prüfungen und Tests stehen an. Gerade in diesen Zeitabschnitten kann eine Stunde mehr oder weniger Lernen elementar sein. Würde die tägliche Sportstunde durchgesetzt werden, wären zwanzig Stunden weniger pro Monat für die Aufnahme von Lernstoff in der Schule zur Verfügung – oder die Schüler kämen erst später nach Hause und hätten weniger Zeit, zuhause zu lernen.

Resonanz der Schüler

Während viele Eltern und Lehrer von der Notwendigkeit einer täglichen Sportstunde überzeugt sind, sind die Meinungen der Schüler sehr verschieden. Einem Teil gefällt die Idee, jeden Tag innerhalb des schulischen Rahmens zu sporteln, während es andere wieder ablehnen, weil ihnen die zusätzliche Verpflichtung, mehr Sport zu treiben, übel aufstossen würde. Hobby-Sportler, die ohnehin schon in der Freizeit und nach der Schule im Fitnesscenter oder am Fussballplatz anzutreffen sind, halten die Forderung meist für unangemessen und befürworten es, Sport als Privatsache zu behandeln.

Fazit

Auch wenn die tägliche Sportstunde eine positive Auswirkung auf die Volksgesundheit und das Gesundheitssystem hätte, und langfristig eine gesündere Gesellschaft schaffen würde, ist es nicht wahrscheinlich, dass die Reform bei allen, besonders allerdings bei den Schülern, überwiegend positiv ankommen würde. Jedoch könnte eine Erhöhung der Sportstunden pro Woche einen gelungenen Kompromiss zwischen Schülern, Zeitmangel und Eltern, Lehrern und Gesundheit darstellen.