Machen Gehirn-Jogging-Spiele wirklich schlauer?

Sogenannte Gehirn-Jogging-Spiele und Apps werden immer beliebter.

Kein Wunder, denn die Versprechungen einzelner Hersteller hören sich wirklich gut an: Nur wenige Minuten Gehirn-Training täglich sollen schlauer machen, das Gedächtnis verbessern und sogar vor Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer schützen. De facto werden allein in den USA pro Jahr eine Milliarde Dollar für Gehirn-Training-Spiele ausgegeben.

Das Problem mit Gehirnjogging-Spielen

Es gibt allerdings ein großes Problem: Die meisten Gehirnjogging-Spiele liefern nicht den versprochenen Effekt – dies haben wissenschaftliche Untersuchungen über die letzten Jahre bestätigt.

In den USA ist nun sogar die Regierung eingeschritten: So hat die Bundeshandelskommission am Dienstag bekannt gegeben, dass Lumos Labs, der Entwickler des Gehirntraining-Programms Lumosity 2 Mio. Dollar für seine „irreführende Werbung“ zahlen muss.

Lumosity hätte mit den Ängsten der Verbraucher vor altersbedingtem kognitivem Verfall gespielt und behauptet, die eigenen Spiele könnten Gedächtnisverlust, Demenz und sogar Alzheimer abwenden. Doch Lumosity hat keine wissenschaftlichen Belege für diese Behauptungen.

Gehirntrainer – große Versprechungen

Viele Gehirntraining-Programme versprechen Folgendes: Man braucht die speziell entwickelten Spiele nur ein paar Minuten täglich mehrmals pro Woche zu spielen und kann sich über erstaunliche Ergebnisse wie bessere Schul- und Sportleistungen, ein besseres Gedächtnis und sogar eine verbesserte Erholung von Krankheiten wie Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma freuen.

Was bringen Gehirntraining-Programme wirklich?

Doch in der Realität sehen die Ergebnisse ganz anders aus: So konnte eine Studie zeigen, dass das Spielen von Lumosity keinerlei Verbesserungen der kognitiven Leistungen brachte. Schlimmer noch: Kontrollprobanden, die statt Lumosity ein Videospiel spielen schnitten im Anschluss in kognitiven Tests besser als Probanden, die Lumosity gespielt hatten.

Eine systematische Überprüfung der Untersuchungen zur Effekt von Gehirnjogging-Spielen aus dem Jahr 2013 kam zu dem Ergebnis, dass diese keine konkreten Verbesserungen für das Gedächtnis, Intelligenz oder kognitiven Leistungen bringen.

Für Neurowissenschaftler ist dies keine Überraschung. Im Jahr 2014 sprach sich eine Gruppe von fast 70 Forscher gegen Gehirnspiele aus, weil es keine Belege dafür gäbe, dass entsprechende Spiele kognitive Funktionen verbessern.

Bewegung

Anstatt ein Gehirnspiel zu kaufen, sollte man womöglich einfach regelmäßig spazieren gehen. Denn es gibt eindeutige Belege dafür, dass regelmäßige Bewegung kognitive Leistungen verbessern können. Diese Verbesserungen sind zwar in der Regel eher bescheiden, aber dennoch besser als der nicht vorhandene Effekt von Gehirnjogging-Spielen – und das Ganze ist völlig kostenlos.

Lesen von Büchern

Auch das klassische Lesen von Büchern sollte man nicht unterschätzen. Eine Studie fand heraus, dass Probanden, die etwa 9 Tage lang den Roman „Pompeji“ von Robert Harris (30 Seiten pro Tag) lasen, bessere Verschaltungen in zwei Gehirnaufwiesen (vor dem Lesen war dies nicht der Fall).

Nicht zuletzt sollen auch soziale Beziehung die kognitiven Leistungen erhalten können.

5 Gründe, warum Freundschaften wichtig für die Gesundheit sind

Nahezu jeder weiß bzw. fühlt, wie wichtig es ist, Freunde zu haben. Doch Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der Freundschaften über die letzten Jahre rapide sinkt – die Menschen isolieren sich immer mehr.

Dies ist alarmierend, denn Freundschaften sorgen nicht nur für Spaß, Kameradschaft und emotionale Gesundheit, sondern können auch die physische Gesundheit verbessern.

Im Folgenden finden Sie 5 Gründe, warum Freundschaften wichtig für die Gesundheit sind:

1. Freunde können Ihr Leben verlängern

Menschen, die starke soziale Beziehungen haben, besitzen ein niedrigeres Risiko, vorzeitig zu sterben als Menschen, die isoliert sind. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 ist der Effekt der sozialen Bindungen auf die Lebenszeit doppelt so stark wie der von Sport und äquivalent dem der Aufgaben von Rauchen.

2. Freunde verbessern die Allgemeingesundheit

Studien zeigen, dass Menschen ohne enge Freundschaften (über alle Altersklassen) im Vergleich zu Menschen mit solchen über eine schlechtere Allgemeingesundheit verfügen (höherer Blutdruck, schlechterer Body Mass Index, größerer Bauchumfang und Entzündungsparameter).

Natürlich kann man nur schwer sagen, ob Freundschaften und andere soziale Verbindungen die Ursache für schlechte Gesundheit sind oder ob eine schlechte Gesundheit Isolation verursacht.

Doch da die Untersuchungen über Jahre hinweg verliefen und sich dabei Freundschaften auflösten und bildeten, konnten Sie die Forscher diese Auswirkungen dieser Prozesse auf die physische Gesundheit beobachten. Und sie sind davon überzeugt, dass soziale Bindungen Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

3. Freundschaften können Ihr Denkvermögen auf Trab halten

Eine Studie aus dem Jahr 2012 ergab, dass das Demenzrisiko bei älteren Menschen mit ihrem Gefühl der Einsamkeit stieg. Allerdings lässt sich hierbei nur schwer sagen, ob die Einsamkeit tatsächlich Demenz verursacht.

4. Freunde können dabei helfen, schlechte Zeiten zu überstehen

Irgendwann brauchen alle Menschen eine Schulter, an die sie sich anlehnen können. Wenn die Zeiten schlecht sind, können Freunde dabei helfen, diese zu überstehen. Zahlreiche Studien belegen, dass Unterstützungs-Gruppen nicht die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern und laut einer können sie sogar die Lebensdauer von Krebspatienten verlängern.

5. Freundschaften können ein Leben lang bestehen

In einer Zeit, in der Mobilität in der Arbeitswelt nahezu obligatorisch ist, kann die Pflege von Freundschaften schwierig sein – gelegentliche Facebook-Updates reichen da nicht aus. Doch Untersuchungen zeigen, dass räumlicher Abstand sich nicht zwangsläufig negativ auf die Freundschaft auswirkt.

In einer Landzeitstudie wurden Uni-Freunde seit dem Jahr 1983 beobachtet – sie wurden gebeten, Auskünfte über die ihre Freundschaft und das ‚Gefühl der Nähe‘ zu geben. Die Forscher fanden heraus, dass zunehmende räumliche Distanz nicht unbedingt die emotionale Nähe einer Freundschaft über Jahrzehnte negativ beeinflusste.

Telefonate (u.a. Skype) und E-Mail erlaubten Freunden auch zwei Jahrzehnte später in Kontakt zu bleiben – vor allem denjenigen, die länger während der Studienzeit befreundet waren und ähnliche Interessen zu Beginn der Freundschaft teilten.

5 Tipps: Was kann man gegen Stress tun?

Die gute Nachricht zuerst: Stress an sich ist nicht schlecht, denn er hält uns wach und sorgt dafür, dass wir unsere volle Leistung abrufen.

Und nun die schlechte Nachricht: Zu viel Stress ist schädlich. So schädlich, dass dieser zu Angstattacken, Depressionen, Gewichtszunahme, Herzerkrankungen, Gedächtnisverlust, Beeinträchtigung der kognitiven Funktion und vielem mehr führen kann.

Daher ist es extrem wichtig, zu erkennen, wann man eine Pause braucht und sich diese auch zu gönnen. Doch dies ist einfacher gesagt als getan, denn im Arbeitsleben zählt nur Leistung, Pausen werden als Schwäche angesehen.

Gleichzeitig werden wir ständig mit Informationen überflutet – laut einer Studie entspricht die Informationsmenge, die wir täglich aufnehmen, etwa 174 Zeitungen. Irgendwann macht unser Gehirn da einfach nicht mehr mit und unsere Leistungsfähigkeit sinkt dramatisch.

Was kann man also tun, um dem Gehirn eine Verschnaufpause zu gönnen?

1. Machen Sie ein Nickerchen

Bereits ein 7 bis 10-minütiges Nickerchen kann Ihre Aufmerksamkeit für bis zu 3 Stunden verbessern. Doch länger ist nicht gleich besser: mehr als 20-30 Minuten werden Sie höchstwahrscheinlich noch müder machen, denn dann setzt der Tiefschlaf ein.

2. Meditieren Sie

Meditation reduziert die übermäßige Aktivität des Gehirns und steigert die sogenannten Alpha-Gehirnwellen im Gehirn, die mit Kreativität und Entspannung in Verbindung gebracht werden.

3. Machen Sie einen Spaziergang im Grünen

Studien zeigen, dass ein Spaziergang in der Natur positive körperliche und geistige Auswirkungen auf das Gehirn hat und von negativen Gedanken abhält.

4. Achten Sie auf Ihre Ernährung

Damit unsere Gehirnzellen Informationen schnell untereinander austauschen können, müssen ihre Verbindungen (Axone) gut myelinisiert sein – Myelin ist eine Biomembran, die die Axone spiralförmig umgibt und zu 70% aus Fett besteht.

Hochwertige Fette aus Lebensmitteln wie Avocados, bitterschokolade Schokolade (mindestens 80% Kakaogehalt), mit Gras gefüttertes Rindfleisch, wild gefangener Fisch (Makrele, Lachs, Sardine) und andere Meeresbewohner sollten also nach Möglichkeit auf Ihrem Speiseplan stehen. Es ist also durchaus erlaubt, hin und wieder im Gourmet Shop zuzugreifen.

Gleichzeitig sollte man versuchen, den Zucker– und Koffein-Konsum einzuschränken, weil beides in großen Mengen dem Körper (und damit ist auch das Gehirn gemeint) schaden.

5. Verbessern Sie Ihren Schlaf

Gehen Sie stets zur gleichen Zeit schlafen. Schlafen Sie in völlig abgedunkelten Räumen (oder nutzen Sie eine Schlafmaske) und schalten Sie Ihr Smartphone, Tablet, Computer, etc. mindestens 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen aus. Versuchen Sie täglich mindestens 7-8 Stunden zu schlafen. Versuchen Sie mindestens 2 (besser 3 Stunden) vor dem Schlafengehen nichts zu essen (erst recht nicht viel und fettig). Wenn Sie hungrig sind, versuchen Sie einen Löffel Honig. Wenn Sie nachts oder am frühen Morgen durch Nachbarn oder Verkehr vorzeitig geweckt werden, probieren Sie Ohropax (keine gewöhnlichen Ohrstöpsel) aus.

Und wenn es um Arbeit geht, gilt: weniger kann mehr sein. Wer den ganzen Tag müde ist, kann mit Sicherheit nicht seine volle Leistung abrufen. Denn in Sachen Arbeit sollte es darum gehen, effizient zu arbeiten und nicht einfach nur eine bestimmte Zeit abzusitzen – denn dann ist nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer zufrieden, denn er erkennt, dass er seine Lebenszeit (!) nicht verschwendet.

60 Buchempfehlungen für Jugendliche

Welche Bücher sollten Jugendliche lesen? Pauschale Antworten auf diese Frage sind sehr schwierig, denn Jugendliche im selben Alter befinden sich oftmals auf unterschiedlichen Entwicklungslevels.

Einerseits sollen die Bücher lehrreich sein, andererseits sollen sie die Heranwachsenden jedoch nicht völlig überfordern und damit vom Lesen abbringen.

Die folgende Liste soll daher nur als eine Empfehlung und keinesfalls als ein Kanon betrachtet werden – die Reihenfolge ist willkürlich:
60 Buchempfehlungen für Jugendliche (ab 14 Jahren und älter):

1. Melville – Moby Dick
2. Wilde – Das Bildnis des Dorian Gray
3. Austen – Stolz und Vorurteil
4. Ivanhoe – Rob Roy
5. Schultz – Mein Leben unter den Indianern
6. Eliot – Daniel Deronda
7. de Coster – Die Legende von Till Eulenspiegel
8. McCaffrey – Drachenreiter von Pern
9. Goodkind – Das Schwert der Wahrheit
10. McCullough – Die Dornenvögel
11. London – Der Wolf von Wallstreet
12. Herriot – Alle Wesen groß und klein
13. Fidler – Der weiße Jaguar
14. Cato – Alle Flüsse fließen ins Meer
15. Twain – Der Prinz und der Bettelknabe
16. Jordan – Das Rad der Zeit
17. Hasek – Der brave Soldat Schwejk
18. Sacks – Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
19. Hugo – Notre Dame de Paris
20. Verne – Die Kinder des Kapitän Grant
21. Lee – Wer die Nachtigall stört
22. Poe – Die Abenteuer Gordon Pyms
23. Tutuola – Reise in die Stadt der Toten
24. Vonnegut – Schlachthof 5
25. Heinlein – Die Tür in den Sommer
26. Stowe – Onkel Toms Hütte
27. Mitchell – Vom Winde verweht
28. Burroughs – Tarzan
29. Saint-Exupery – Der kleine Prinz
30. Zelazny – Die Chroniken von Bernstein
31. Balzac – Vater Goriot
32. Zweig – Brief einer Unbekannten
33. Rede – Das Geheimnis des Drachen
34. Vassma – Buch Dina
35. Salinger – Der Fänger im Roggen
36. Kafka – Der Prozess
37. Kesey – Einer flog über das Kuckucksnest
38. Lem – Der futurologische Kongreß
39. Marquez – Hundert Jahre Einsamkeit
40. David – Noel Mystiker
41. Goldings – Herr der Fliegen
42. Puzo – Der Pate
43. Remarque – Drei Kameraden
44. Hemingway – Wem die Stunde schlägt
45. Zola – Germinal
46. Flaubert – Madame Bovary
47. Stendhal – Rot und Schwarz
48. Jerome – Drei Mann in einem Boot
49. Orwell – 1984
50. Whitman – Gedichte
51. Maugham – Theater
52. Goethe – Faust
53. Dante – Göttliche Komödie
54. King – Friedhof der Kuscheltiere
55. Garland – Der Strand
56. Stoker – Dracula
57. Herbert – Dune
58. Jose – Farmer
59. Groom – Forrest Gump
60. Pelewin – Buddhas kleiner Finger

Gesundheit: Wie schädlich ist Zucker?

Die meisten Menschen konsumieren täglich Zucker – sei es im Kaffee, Tee, Säften, Corn Flakes, Süßigkeiten, Gebäck, Ketchup, Saucen, Tiefkühl-Pizza etc. – und das in keinen geringen Mengen.

De facto nahmen Schweizer im Jahr 2014/2015 52 kg Zucker pro Kopf zu sich. (Platz fünf im weltweiten, von Kuba angeführten Ranking und weit vor den USA mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 34 kg pro Kopf.)

Dabei ist schon lange bekannt, dass bereits ein erhöhter Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken signifikant zur Entstehung von Übergewicht (Fettleibigkeit), Diabestes, Herzkrankheiten, Krebs und Karies, wie Ihnen jeder Zahnarzt – ob aus Wien, Zürich oder München bestätigen wird – beiträgt. Krebszellen leben nahezu ausschließlich von Zucker.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, maximal sechs Teelöffel Zucker (etwa 25 g) aus verarbeiteten Nahrungsmitteln (Obst und Gemüse also nicht mitgerechnet) zu sich zu nehmen, um gesund zu leben.

Die meisten Menschen konsumieren jedoch weitaus mehr Zucker – bei den Amerikanern sind es 22 Teelöffel pro Tag (etwa 92 Gramm). Bei Schweizern wären es bei 52 kg Zucker im Jahr rund 143 Gramm pro Tag!

Und Zucker ist eine wahre Kalorienbombe: 100 Gramm Zucker haben 400 Kilokalorien. Dabei kann man gesichert sagen, dass je mehr Zucker jemand isst, desto mehr Gewicht legt er zu – entsprechend auch umgekehrt.

Unter anderem weil vielen gar nicht bewusst ist, wie viel Zucker in vermeintlich zuckerfreien Nahrungsmitteln steckt. So steckt in einem Esslöffel Ketchup rund ein Teelöffel Zucker, eine Dose Limonade kann bis zu 40 Gramm Zucker enthalten, ein Schoko-Erdnuss-Riegel enthält etwa 27 Gramm Zucker, 100 Gramm Corn Flakes enthalten etwa 40 Gramm Zucker (!), 100 Gramm Gummibärchen etwa 45 Gramm Zucker, ein Liter Apfelsaft enthält 100 Gramm fruchteigenen Zucker und sogar in 100 Gramm klassischem Fruchtjoghurt stecken 13-15 Gramm Zucker.

Doch Zucker ist nicht gleich Zucker. Zucker gibt es in verschiedenen Variationen:

1) Saccharose ist der gewöhn¬liche Haushaltszucker.

2) Fructose ist der Fruchtzucker.

3) Glucose oder Dextrose entsprechen Traubenzucker.

4) Isoglucose ist eine Mischung aus Glucose und Fructose.

5) Maltrose ist ein u.a. aus Maisstärke gewonnener Zucker.
Doch was bedeutet das? Welche Art von Zucker ist in Ordnung – und welche sollte man möglichst vermeiden?

Es gilt, den Konsum von Zucker grundsätzlich einzuschränken (Haushaltszucker, Fructose, zuckerhaltige Getränken – inklusive Fruchtsaft, und alle anderen Formen von raffiniertem Zucker).

Insbesondere Fructose sollte nach Möglichkeit vermieden werden – in Studien konnte nachgewiesen werden, dass Fructose für die Entstehung von Lungenmetastasen verantwortlich war.

Um den Konsum von Zucker und Fruktose einzuschränken sollte man sich ausgewogen ernähren: viel Gemüse, Vollkornprodukte, fettiger Fisch (Thunfisch, Makrele, Hering, Lachs und Sardine enthalten sehr viele gesunde Omega-3-Fettsäuren) und hin und wieder Obst, das zwar auch Zucker, jedoch auch andere gesunde Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe (Fiber), Vitamine und Mineralien enthält. Dies ist der beste Ansatz.

Von diesen Lebensmitteln (bis auf Obst) darf man prinzipiell so viel essen, wie man viel – dann ist die Gefahr von Heißhungerattacken eher gering.

Was passiert, wenn man jeden Tag 40 Teelöffel (etwa 168 Gramm) Zucker ist, erfahren Sie in diesem Film (auf Englisch):

3 Taktiken zur Steigerung der Produktivität

Heutzutage sind Menschen, die sich nicht darüber beschweren, was sie alles nicht schaffen, eher die Ausnahmen. Wir alle haben unzählige Aufgaben, die wir erledigen müssen und es werden täglich immer mehr.

Der typische Lösungsansatz für dieses Problem sieht vor, einfach effizienter zu werden. Man versucht die Stillstandzeit zu beseitigen, mehr zu arbeiten, die geistigen Fähigkeiten zu verbessern, schneller von einer Aufgabe zur nächsten zu springen oder sogar zu „multitasken“.

Doch was vielleicht bei Maschinen funktionieren mag, funktioniert nicht bei Menschen. Und bei Menschen sollte Effektivität, nicht Effizienz. Das menschliche Gehirn kann unter richtigen Bedingungen unglaublich effektiv arbeiten – jedoch nicht unter falschen. Zu viel von den falschen Bedingungen führen leicht zu Stress oder gar Burnout.

Doch was sind die richtigen Bedingungen?

Vereinfacht gesagt geht es darum, sich jeden Tag eine bestimmte Zeit zu reservieren (nicht mehr als 2 Stunden), in der Sie wirklich hochkonzentriert und effektiv an einer bestimmten Aufgabe arbeiten. Dazu müssen Sie lernen,

1) Bewusst Prioritäten zu setzen

Es ist überaus wichtig, zwischen dringenden und wichtigen Aufgaben zu unterscheiden. Etwas mag dringend sein, doch ist es nur selten wirklich wichtig. Sie sollten stets wichtigen Aufgaben den Vorzug geben. Bewusste Entscheidungen sind dabei ebenfalls von Bedeutung, denn oftmals geht man automatisch von einer Aufgabe zur nächsten über, ohne wirklich zu überprüfen, ob diese Aufgabe wirklich wichtig ist. Das heißt, man sollte sich zwischen Aufgaben einige Minuten Zeit lassen, um zu überprüfen, welche Aufgabe im Anschluss angegangen werden sollte.

2) passende Zeiten für verschiedene Aufgaben zu finden

Nicht alle Aufgaben sind gleich – einige erfordern sehr viel Aufmerksamkeit und diese ist bei Menschen nicht unbegrenzt. Einige Aufgaben wirken sich negativ auf die Stimmung aus, einige positiv. Daher macht es Sinn, bewusst Ihre Zeiten der höchsten Leistungsfähigkeit in Erinnerung zu bringen (die meisten Menschen sind am frühen Morgen am leistungsfähigsten, einige jedoch auch spät abends) – wie auch Wirkungen einzelner Tätigkeiten – und anschließend die wichtigen Aufgaben in diesen Zeitfenstern unterzubringen. Wer beispielsweise erst viele dringende, jedoch unwichtige Aufgaben erledigt, wird im Anschluss deutlich weniger mentale Energie für wichtige Aufgaben haben. Es geht also darum, zu erkennen, wann man an welchen Aufgaben arbeiten sollte.

3) die passende Arbeitsumgebung zu schaffen

Ihre Arbeitsumgebung hat einen stärken Effekt auf das, was bzw. wie viel Sie erledigen können, als Sie vermutlich glauben. Lärm und störende Geräusche machen es äußerst schwer, sich zu konzentrieren. Auch die Beleuchtung und Pflanzen(wahl) haben einen starken Einfluss auf die Aufmerksamkeit und Kreativität. Natürlich können die meisten ihren Arbeitsplatz nicht wirklich ändern, doch bereits kleinere Änderungen können einen positiven Effekt auf die Produktivität haben.

Die Arbeitswelt des Menschen von heute scheint vor allem durch Überwältigung gekennzeichnet zu sein. Die obengenannten Techniken sollen dabei helfen, diesen Zustand zu überwinden.

Bonus-Tipp: Man muss nicht alle Aufgaben zwangsläufig selbst erledigen – Outsourcing ist das Stichwort. Darunter versteht man die Übergabe von Aufgaben an qualifizierte Arbeiter außerhalb des Unternehmens, die in der Regel weitaus günstiger sind. Dadurch spart man nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Firmen, die Produkte herstellen, können sich zum Beispiel Bedienungsanleitungen schreiben oder technische Übersetzungen anfertigen lassen.

 

Unsere demographische Entwicklung – warum werden wir immer älter und kinderloser?

Kinder kriegen und Eltern zu werden, das eigene Kind aufwachsen sehen…diese Ereignisse im Leben werden von vielen Menschen als herausragend und als eine der schönsten Dinge überhaupt bezeichnet. Trotzdem bezeugen Statistiken, dass das Kinderkriegen in Mitteleuropa, insbesondere in Österreich, Deutschland und der Schweiz, immer mehr an Beliebtheit verliert. Schliesslich liegt die Geburtenrate pro Frau in der Schweiz bei 1,54 – ein Wert, der durch die höhere Geburtenrate von Migranten(1,9) ausgeglichen wird, jedoch sonst nur bei 1,42 Kindern pro Frau läge. Notwendig um entsprechend dem Wirtschaftswachstum neue Branchen und Arbeitsplätze auszufüllen und die Volkswirtschaft am Laufen zu halten, sind jedoch zumindest 2,1 Kinder im Durchschnitt.

Woran liegt dieser Missstand allerdings? Weswegen hinken wir anderen Ländern hierbei derartig hinterher? Die Antworten sind in vielen Aspekten unserer Zeit und unserer Gesellschaft zu finden, wir haben die wichtigsten Gründe für Sie herausgefunden.

Karriere statt Kinderwunsch

Immer mehr Frauen entschliessen sich dazu, eine erfolgreiche Karriere und beruflichen sowie finanziellem Erfolg Priorität über der Reproduktion und dem eigenen Kinderwunsch zu geben. Denn viele Arbeitgeber tolerieren eine längere Babypause nicht, und für das Aufziehen der Kinder und einer Partnerschaft bleibt kaum Zeit, sodass es oft zur Ablehnung des Kinderwunsches kommt.

Der kulturelle Aspekt

In vielen afrikanischen Staaten ist die Anzahl des Nachwuchses ein relevantes Statussymbol. Einerseits symbolisiert es den Wohlstand der Familie und sichert dem Mann seinen Standpunkt als Versorger, andererseits ist es als Zeichen von Potenz und Männlichkeit hoch angesehen. In der westlichen Kultur sind diese Werte allerdings bereits seit Jahrzehnten nicht mehr zeitgemäss(lesen Sie hier einen passenden Artikel dazu), oft wird auf Mütter aufgrund der vermehrten finanziellen Hilfe des Staates (Kindergeld, etc.) und der geringeren ökonomischen Produktivität sogar abschätzig hinabgeblickt. Wer sich um sein Ansehen kümmert, investiert also vorrangig in einen guten Beruf, als in eine erfolgreiche und zahlreiche Reproduktion.

Wenig Unterstützung bei der Vereinbarung der Finanzen und dem Kinderwunsch

Wer Kinder kriegen will, braucht vor allem Zeit und auch das nötige Geld. Um den Lebensunterhalt zu bestreiten, müssen immer öfter beide Ehepartner Vollzeit arbeiten gehen. Selbst wenn ein Gehalt für beide reichen würde, gehen viele Paare das Risiko nicht ein, weil bei einer möglichen Kündigung das gesamte Einkommen wegfallen würde. Allerdings bleibt so auch wenig Zeit für möglichen Nachwuchs, während auch sonst wenig Hilfe seitens des Staats und der meisten Unternehmen zu erwarten ist. Anders als zum Beispiel in Frankreich besitzen kaum Unternehmen einen eigenen Hort oder eine Tagesbetreuung für den Nachwuchs. Hierzulande wird es hingegen immer schwerer, als Durchschnittsverdiener Kinder aufzuziehen.

Teilzeit für qualifizierte Jobs kaum zu finden

Nach dem Studium und einiger Arbeitszeit bräuchten viele Paare mit Kinderwunsch eine Reduktion der Arbeitszeit – im Normalfall von Vollzeit (zumindest bei einem Partner) auf Teilzeit. Besonders aber bei Akademikern und Angestellten im oberen und mittleren Management ist das oft mit enormen Risiken und Unannehmlichkeiten verbunden. Häufig herrscht Angst vor der Kündigung, während sich mögliche Aufstiegschancen verschliessen. Denn für viele Chefs ist die Reduktion der Arbeitszeit ein Zeichen von Illoyalität und mangelnder Hingabe gegenüber dem Beruf, wodurch andere (kinderlose) Angestellte den Sprung nach Oben schaffen.

Ein weiter Weg

Bis der „Beruf“ Eltern den Stellenwert in der Gesellschaft bekommt, den es verdient hat, ist es ein langer Weg. Auch die Bedingungen für eine angenehmere und leichtere Verwirklichung des Kinderwunsches müssen verbessert werden– nach französischem Vorbild könnten etwa Unternehmen mit steuerlichen Anreizen entlohnt werden, die Kinderbetreuung für die Angestellten während der Arbeitszeit anbieten. Ansonsten wird unsere Gesellschaft immer älter – und gleichzeitig kinderloser.

 

Die grössten Vorurteile gegenüber Flüchtlingen – und was wirklich der Fall ist

Die Flüchtlingskrise ist das dominierende Thema in der Politik, in den Medien und im Journalismus. Über kaum ein Thema wurde bis jetzt im Jahre 2015 derart viel diskutiert, denn mit mehr als vier Millionen Flüchtlingen aus Syrien international ist die Problematik nicht zu unterschätzen. Leider wird das Thema vorwiegend politisch missbraucht, um Flüchtlinge in ein Licht zu rücken, das nicht der Realität entspricht. Wir haben uns den grössten Vorurteilen und Klischees über die Flüchtlingswelle 2015 angenommen, und klären mit wissenschaftlichen Fakten über die Realität auf.

Die Flüchtlinge wären keine echten Syrer

Diese Frage ist extrem schwer zu beantworten, weil die Flüchtlinge so wenig kontrolliert werden, dass es schwer möglich ist, zu sagen, wie viele Flüchtlinge tatsächlich syrischer Herkunft sind. Trotz der Möglichkeit, für relativ wenig Geld syrische Pässe zu kaufen, sind Schätzungen zufolge zumindest 50 Prozent der Flüchtlinge tatsächlich aus Syrien. Zwar nehmen viele Menschen, die nach Europa emigrieren wollen, die Flüchtlingswelle als gute Gelegenheit wahr, trotzdem fliehen die meisten Immigranten wegen des blutigen Bürgerkriegs zwischen Rebellengruppen, dem Islamischen Staat und dem Assad-Regime.

Die Flüchtlinge würden für einen Anstieg von Kriminalität sorgen

Angesichts der Tatsache, dass diese Menschen aus einer enorm umkämpften Region dieser Welt stammen, und die Migration nach Europa oft ihre letzte Chance ist, sind die Kriminalitätsraten enorm gering. Konflikte mit der Polizei und Soldaten gibt es maximal an den Grenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, ansonsten gibt es kaum Vorfälle.

Die Ausbildung der syrischen Flüchtlinge wäre für Europa kaum brauchbar

Die Ausbildung der Flüchtlinge und ihr potenzielles Nutzen für Europa sind die Themen mit den am weitesten auseinanderklaffenden Meinungen. So hält der Chef von Daimler die Flüchtlinge für eine grosse Chance für viele deutsche Arbeitgeber, die die Wirtschaft ankurbeln würden, während manche Demagogen die Meinung vertreten, dass es sich bei den syrischen Immigranten um ungebildete Menschen mit steinzeitlichen Werten handelt.

Tatsache ist hingegen, dass viele der Flüchtlinge aus ehemals sehr modernen Regionen entstammen, die sogar mit einem starken Wirtschaftswachstum gesegnet war, bis der Bürgerkrieg durch den Islamischen Staat und das Assad-Regime ausbrach, zum Beispiel der Stadt Kobane. Die Werte der Immigranten sind zwar oft muslimisch und tendenziell eher konservativ geprägt, von einer Nähe zum Islamischen Staat, dem Jihad oder einem steinzeitlichen Denken gegenüber Frauen kann allerdings nicht die Rede sein.

Die Bildung der Flüchtlinge ist im Vergleich zu anderen Staaten im arabischen Raum auf höchstem Niveau, weil auch Syrien eine Vorreiterrolle bei der Ausbildung der Bürger gespielt hat. So waren laut derer Angaben immerhin 21 Prozent auf einer Fachhochschule oder einer Universität, während ungefähr 22 Prozent ein Gymnasium besuchten. 47 Prozent hätten nur eine Grund- oder Hauptschule besucht. So verfügt laut diesen Angaben de facto jeder syrische Flüchtlinge über Grundwissen, das durch eine Lehre oder Ausbildung zu einem festen Job im Angestelltenverhältnis führen kann.

Fazit

Auch wenn die Flüchtlingskrise die europäischen Staaten vor neue Herausforderungen stellt, Kosten verursacht und ein logistisches Mammut-Projekt darstellt, ist es dennoch aus menschlicher Sicht enorm wichtig, die Schutz suchenden zumindest auf Zeit aufzunehmen. Denn entgegen vieler Vorurteile handelt es sich bei den meisten Flüchtlingen tatsächlich um Kriegsflüchtlinge, die aus ihrem stabilen Verhältnissen fliehen mussten, um nicht in die Hände radikaler Kriegstreiber wie zum Beispiel dem IS-Regime zu fallen.

Die besten Strategien, um gegen Demenz und Alzheimer anzukämpfen

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die Lebenserwartung steigt besonders stark in Mitteleuropa, während die Geburtenraten weiter sehr niedrig bleiben. Das hat zur Folge, dass die Vorbeugung von Krankheiten psychischer und physischer Natur immer relevanter wird. Jedoch sind bereits jetzt circa 8 Prozent aller Menschen über 65 in der Schweiz an Demenz erkrankt, gleichzeitig leiden bereits 30 Prozent aller über 90-Jährigen an der Krankheit. Zurzeit sind das circa 116 000 Personen landesweit, jedoch wird diese Zahl 2030 auf 200 000 angestiegen sein. Aus diesem Grund fragen sich immer mehr Menschen, wie sie am besten gegen Demenz ankämpfen können, und ihr Gehirn am besten dagegen wappnen können. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie herausgefunden.

Soziale Kontakte

So simpel es klingt: Die beste Vorsorge gegen Demenz ist das Aufbauen eines loyalen und festen Freundschaftskreises. Durch die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem durch Gespräche wird das Gehirn neu stimuliert und der Alterungsprozess wird auf geistiger Ebene verlangsamt. Ganz nebenbei sorgt es auch für weniger Langweile in einer Zeit, indem altersbedingt bereits einige Mitmenschen wenn nicht sogar der eigene Partner, verstorben sind. Gleichzeitig verhindert man so den Isolationsprozess, der die Krankheit noch verschlimmert oder zumindest beschleunigt.

Brot und (viele) Spiele

Wer verschiedenste Arten von Spiele spielt, bleibt geistig aktiv. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Schach handeln, auch andere Brettspiele oder sogar Videospiele helfen dabei, geistig rege zu bleiben und die Motorik zu fördern. Wer spielt, lernt auch unterbewusst, dadurch wird der Abbau von Wissen und Fähigkeiten unterbrochen und oft auch umgekehrt, wenn regelmässig auf verschiedene Art und Weise gespielt wird. Sinnvoll sind besonders Spiele, die das logische Denken fordern, zum Beispiel „Mensch ärgere dich nicht“. Ebenfalls gibt es spezielle Spiele gegen Demenz, die optimal auf Demenzerkrankte zugeschnitten sind.

Musizieren und Musik

Musik oder auch das Musizieren mit Instrumenten oder das Singen hilft Demenzkranken auf viele verschiedene Art und Weisen. Einerseits bringt es die Patienten aus der Lethargie, andererseits weckt es (zumeist positive) Erinnerungen an alte Tage. Abgesehen davon macht es das Leben für das soziale Umfeld und den Patienten selbst leichter, weil aufgestaute negative Empfindungen, wie Frustration, Angst, Wut, etc. langsam abgebaut werden.

Sprachen lernen

Demenzkranke, dessen Krankheitsverlauf bereits weit fortgeschritten ist, können oft nichtmehr von dem Lernen von neuen Sprachen profitieren. Allerdings ist Mehrsprachigkeit optimal, um sich vor Demenz und seinen Symptomen zu schützen. Ist die Demenz nämlich erst einmal eingetreten, lässt sich der geistige Abbau der Patienten laut einer Studie effizient verlangsamen.

Durch die Mehrsprachigkeit können im Kampf gegen die Krankheit bis zu drei bis vier Jahre gewonnen werden, denn durch das ständige Wechseln zwischen zwei Sprachen trainiert das Gehirn vor allem eines: Flexibilität. Und die ist bitter vonnöten, wenn sich die Krankheit während des Tages in unterschiedlicher Stärke zeigt. Grundsätzlich gilt allerdings: Je früher die zusätzliche Sprache gelernt wird, desto besser.

Fazit

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, können trotzdem noch lange Zeit an dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben. Durch verschiedene Massnahmen und Gewohnheiten, wie beispielsweise Musizieren, Singen, oder auch das Spielen von gewöhnlichen Spielen können die Symptome der Krankheit abgeschwächt werden, und wertvolle Lebensenergie kann zurückgewonnen werden.

Kurvig statt mager: Warum etwas Depotfett auch gesundheitlich von Vorteil sein kann

Die Blüte der Magermodels ist mit Sicherheit vorbei. Während in den letzten Jahrzehnten die meisten weiblichen Stars und Models gertendünn bis magersüchtig waren, und das Motto punkto Figur oft bei „Je dünner, desto besser.“ lag, rückt das öffentliche Schönheitsbild durch kurvige Stars wie Nicky Minaj, mehr und mehr in Richtung natürliche Kurven und einem unverfälschtem Äusserem statt künstlicher, durch Photoshop verzerrter Ästhetik. Doch warum jetzt auch immer mehr Ärzte und Gesundheitswissenschaftler den Trend befürworten, bleibt vielen ein Rätsel. Hier erfahren Sie die Gründe, warum es gesünder sein kann, Kurven und etwas überschüssiges Fett anstatt einer gertenschlanken Figur zu haben.

Schützend vor Temperatur und Erschütterungen

Menschen mit etwas Bauchfett und Speck auf den Rippen sind vor Kälte besser geschützt, und können ihr Immunsystem besser auf klirrend kalte Temperaturen einstellen. Gleichzeitig sind bei einer starken Erschütterung, zum Beispiel durch einen Auffahrunfall beim Autofahren, die inneren Organe weitaus besser geschützt. Hierbei wirkt die Fettschicht als Dämpfer und Ausgleicher im Moment des Aufpralls oder der Erschütterung. Sehr dünne Menschen hingegen sind gegenüber Stössen und tiefen Temperaturen im Winter sehr empfindlich und werden schneller krank.

Durch die Evolution auf Naturkatastrophen und Extremfälle vorbereitet

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Mensch ohne die Fähigkeit, Depotfett anzulegen, die langen Winter und Eiszeiten kaum überlebt hätte. Er ist evolutionär darauf eingestellt, in Zeiten von genügend Nahrung für Durstrecken vorzubereiten. In unserer modernen Gesellschaft sind diese Fettpolster oft verhasst, obwohl sie dennoch evolutionär absolut notwendig waren. Wer jedoch einige Kilos an zusätzlichem Körperfett am Bauch oder an den Hüften mit sich trägt, ist für Extremsituationen und Nahrungsknappheit weitaus besser vorbereitet. Denn mit einem etwas höheren Fettanteil kann der Mensch nur durch die Aufnahme einiger Vitamine über Monate überleben, wenn keine oder kaum Nahrung zur Verfügung steht.

Eine bessere Lebenserwartung

Anders als erwartet fanden Forscher kürzlich heraus, dass leichtes Übergewicht lebensverlängernde Effekte hätte. Zwar ist die Lebenserwartung bei starkem Übergewicht niedriger (Fettleibigkeit), wer allerdings maximal 20 bis 30 Prozent mehr auf die Waage bringt, als das von der Gesellschaft empfundene optimale Gewicht, schadet sich nicht selbst, sondern ist resistenter gegenüber Krankheiten und bleibt im Alter wahrscheinlicher rüstig. Zum Beispiel kann das überschüssige Körperfett bei schweren Krankheiten oder Verstimmungen des Magens im hohen Alter dazu führen, dass der Patient durch eine Zeit ohne Nahrungszufuhr auskommt. Das ist besonders bei alten Menschen und bei Krankheiten im Magen oder Darm essenziell und entscheidet oftmals über Leben und Tod.

Durch leichtes Übergewicht zum aktiveren Geist

Für Staunen sorgte eine Studie zu Unterschieden bei leicht übergewichtigen Personen im Gehirn im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen. Bei den leicht adipösen Personen funktionierte eine Drüse im Gehirn besser, die für Aktivität, geistige Regung und einen aktiven Lebensstil sorge. Die allgemeine Meinung, dass Menschen mit mehr Körperfett tendenzielle Stubenhocker sind, könnte so widerlegt werden.

Mit der wissenschaftlichen Neuheit, dass leichtes Übergewicht auch gesundheitliche Vorteile hat und sogar lebensverlängernd wirken kann, soll kein falsches Bild entstehen. Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit ist nichts desto trotz gefährlich für den Organismus und schränken die persönliche Freiheit ein. Wichtig ist auch die Verteilung des Fettes: Wer sein Depotfett nur am Bauch abspeichert, lebt ungesünder als Menschen mit etwas zu viel Fett an den Hüften und Po. Wer allerdings ein paar Pfunde zu viel an den Rippen hat, kann sich sicher sein, dass dies auch Vorteile für die Gesundheit haben kann.