Gesundheit: Wie schädlich ist Zucker?

Die meisten Menschen konsumieren täglich Zucker – sei es im Kaffee, Tee, Säften, Corn Flakes, Süßigkeiten, Gebäck, Ketchup, Saucen, Tiefkühl-Pizza etc. – und das in keinen geringen Mengen.

De facto nahmen Schweizer im Jahr 2014/2015 52 kg Zucker pro Kopf zu sich. (Platz fünf im weltweiten, von Kuba angeführten Ranking und weit vor den USA mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 34 kg pro Kopf.)

Dabei ist schon lange bekannt, dass bereits ein erhöhter Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken signifikant zur Entstehung von Übergewicht (Fettleibigkeit), Diabestes, Herzkrankheiten, Krebs und Karies, wie Ihnen jeder Zahnarzt – ob aus Wien, Zürich oder München bestätigen wird – beiträgt. Krebszellen leben nahezu ausschließlich von Zucker.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, maximal sechs Teelöffel Zucker (etwa 25 g) aus verarbeiteten Nahrungsmitteln (Obst und Gemüse also nicht mitgerechnet) zu sich zu nehmen, um gesund zu leben.

Die meisten Menschen konsumieren jedoch weitaus mehr Zucker – bei den Amerikanern sind es 22 Teelöffel pro Tag (etwa 92 Gramm). Bei Schweizern wären es bei 52 kg Zucker im Jahr rund 143 Gramm pro Tag!

Und Zucker ist eine wahre Kalorienbombe: 100 Gramm Zucker haben 400 Kilokalorien. Dabei kann man gesichert sagen, dass je mehr Zucker jemand isst, desto mehr Gewicht legt er zu – entsprechend auch umgekehrt.

Unter anderem weil vielen gar nicht bewusst ist, wie viel Zucker in vermeintlich zuckerfreien Nahrungsmitteln steckt. So steckt in einem Esslöffel Ketchup rund ein Teelöffel Zucker, eine Dose Limonade kann bis zu 40 Gramm Zucker enthalten, ein Schoko-Erdnuss-Riegel enthält etwa 27 Gramm Zucker, 100 Gramm Corn Flakes enthalten etwa 40 Gramm Zucker (!), 100 Gramm Gummibärchen etwa 45 Gramm Zucker, ein Liter Apfelsaft enthält 100 Gramm fruchteigenen Zucker und sogar in 100 Gramm klassischem Fruchtjoghurt stecken 13-15 Gramm Zucker.

Doch Zucker ist nicht gleich Zucker. Zucker gibt es in verschiedenen Variationen:

1) Saccharose ist der gewöhn¬liche Haushaltszucker.

2) Fructose ist der Fruchtzucker.

3) Glucose oder Dextrose entsprechen Traubenzucker.

4) Isoglucose ist eine Mischung aus Glucose und Fructose.

5) Maltrose ist ein u.a. aus Maisstärke gewonnener Zucker.
Doch was bedeutet das? Welche Art von Zucker ist in Ordnung – und welche sollte man möglichst vermeiden?

Es gilt, den Konsum von Zucker grundsätzlich einzuschränken (Haushaltszucker, Fructose, zuckerhaltige Getränken – inklusive Fruchtsaft, und alle anderen Formen von raffiniertem Zucker).

Insbesondere Fructose sollte nach Möglichkeit vermieden werden – in Studien konnte nachgewiesen werden, dass Fructose für die Entstehung von Lungenmetastasen verantwortlich war.

Um den Konsum von Zucker und Fruktose einzuschränken sollte man sich ausgewogen ernähren: viel Gemüse, Vollkornprodukte, fettiger Fisch (Thunfisch, Makrele, Hering, Lachs und Sardine enthalten sehr viele gesunde Omega-3-Fettsäuren) und hin und wieder Obst, das zwar auch Zucker, jedoch auch andere gesunde Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe (Fiber), Vitamine und Mineralien enthält. Dies ist der beste Ansatz.

Von diesen Lebensmitteln (bis auf Obst) darf man prinzipiell so viel essen, wie man viel – dann ist die Gefahr von Heißhungerattacken eher gering.

Was passiert, wenn man jeden Tag 40 Teelöffel (etwa 168 Gramm) Zucker ist, erfahren Sie in diesem Film (auf Englisch):

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