Ehering aus Gold

Fairtrade-Schmuck: Wie sauber sind die Stücke wirklich?

Ringe, Kettchen und Anhänger aus fairer Produktion werden immer stärker nachgefragt. Dies lässt sich unter anderem daran erkennen, dass es in manchen Online-Schmuckshops bereits eine eigene Rubrik für Fairtrade Schmuck gibt. Einer der bekanntesten Händler, die über eine solche Sparte verfügen, ist MUAU – ein Schmuckshop, der durch sein breit gefächertes Angebot an hochwertigen Schmuckstücken besticht. Im Folgenden erläutern wir, wodurch sich Fairtrade Schmuck auszeichnet – und wie sauber die zur Herstellung verwendeten Edelmetalle und Steine wirklich sind.

Der Ursprung der Bestandteile ist nicht immer klar

Anders als der oben erwähnte Schmuck Shop MUAU, der eine sozial und ökologisch verträgliche Herstellungsweise der angebotenen Stücke garantiert, achten andere Händler von Fairtrade-Schmuck nicht immer darauf, dass die selbst auferlegten Standards eingehalten werden. Vor allem bei den Rohstoffen verliert sich die Spur oft im Ungewissen. So ist es beispielsweise üblich, dass die Produktionsstätten die Edelmetalle und Edelsteine vor Ort selbst einkaufen und den Kunden über den Ursprung im Unklaren lassen.

Das Schmuck-Label „Quite Quiet“ setzt auf Fairtrade-zertifizierte Materialien und Produktion in Europa. Oft handelt es sich dabei um Abfallprodukte der Kiesproduktion, zum Beispiel um Fluss-Gold aus dem Rhein. Der Vorteil hierbei ist, dass sowohl die Umwelt als auch die Arbeiter fair behandelt werden. Die Förderung des Goldes ist zudem weniger aufwendig als in Lateinamerika oder China, wo das Edelmetall als Golderz aus den Bergen gesprengt wird – mit zum Teil verheerenden Folgen für die Natur.

Fairtrade bedeutet vor allem Transparenz

Fairtrade-Schmuck schont nicht nur die Umwelt – es geht auch darum, den in der Produktion tätigen Menschen ein auskömmliches und selbstbestimmtes Leben zu sichern. Durch die Einhaltung von arbeitsrechtlichen Mindeststandards sollen die Lebensbedingungen der Arbeiter nachhaltig verbessert werden. Auf lange Sicht soll so die Armut verringert werden – ein Ziel, das leider nicht immer erreicht wird. Darüber hinaus soll sichergestellt werden, dass die Arbeitsbedingungen so beschaffen sind, dass die Arbeiter beim Fördern der Metalle nicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Stark im Kommen: Schmuck aus Industrieabfällen

Das Heidelberger Schmucklabel „Fremdformat“ verzichtet beinahe vollständig auf Gold und setzt auf Industrieabfälle aus der Region. Die Macherinnen Julia und Steffi Gerner kreieren Edelstahl-Armreifen aus Stanzabschnitten, schmale Halsreifen aus Messingresten und Kupfer- Armbänder mit stabförmigen oder runden Anhängern. Die Metalle werden nicht eingeschmolzen – die Designerinnen biegen oder hämmern sie in die gewünschte Form. Jedes Stück ist ein Unikat. Zum Vergolden oder Versilbern wird ausschliesslich recyceltes Edelmetall verwendet.

Euro-Banknoten

Sind Pfändungen von Hartz-IV-Nachzahlungen rechtens?

Am 21. Februar 2018 veröffentlichte der Bundesgerichtshof (BGH) einen Beschluss, der nicht nur in der Finanzwelt viel Beachtung fand. Das Gericht entschied, dass überschuldeten Empfängern von Arbeitslosengeld II (besser bekannt als „Hartz IV“) Nachzahlungen des Jobcenters grundsätzlich nicht gepfändet werden dürfen. Lesen Sie weiter, um mehr zu diesem Thema zu erfahren.

Keine Überschreitung des Pfändungsfreibetrags

In dem BGH-Urteil ging es um den Fall einer alleinerziehenden Mutter von zwei minderjährigen Kindern aus dem hessischen Idstein. Die ALG II-Bezieherin war überschuldet und erhielt ihre Leistungen auf ein Pfändungsschutzkonto (ein sogenanntes „P-Konto“) überwiesen. Für etwa ein Dreivierteljahr (März bis November 2015) hatte das Jobcenter der Frau zu geringe Leistungen gezahlt. Aus diesem Grund kam es im Oktober des Jahres 2016 zu einer Nachzahlung in Höhe von 5.584,16 Euro. Der Gläubiger forderte die Frau daraufhin auf, ihre Schulden zu begleichen. Seine Argumentation: Da das Existenzminimum der ALG II-Bezieherin zum gegenwärtigen Zeitpunkt gedeckt sei, könne das Geld bis auf die geltenden Freibeträge gepfändet werden.

Das Landgericht Wiesbaden urteilte jedoch, dass die gezahlten 5.584,16 Euro als pfändungsfrei gelten müssen. Der Gesamtbetrag sei auf die Monate März bis November des Jahres 2015 aufzuteilen, in denen die Hartz-IV-Bezieherin die ihr zustehenden Leistungen hätte erhalten müssen. Basierend auf einer korrekt durchgeführten Bedarfsermittlung stand der Frau ein Pfändungsfreibetrag von 1.709 Euro pro Monat zu. Dieser Betrag, so das Landgericht Wiesbaden, werde nicht überschritten, wenn die Nachzahlung auf die Monate März bis November aufgeteilt werde.

BGH: Nachzahlungsbetrag wurde zurecht gestückelt

Nach der Entscheidung des LG Wiesbaden legte der Gläubiger Rechtsbeschwerde ein. Diese wurde vom Bundesgerichtshof mit seinem Beschluss vom 24.01.2018 zurückgewiesen. Die Begründung: Das Landgericht habe den Nachzahlungsbetrag zurecht auf die einzelnen Monate verteilt und erst dann den Pfändungsfreibetrag von 1.709 Euro je Monat zugrunde gelegt. Bei der ALG-II-Nachzahlung, so der BGH, handele es sich überdies um Leistungen zur Sicherstellung eines menschenwürdigen Existenzminimums und der Teilhabe am Leben. Eine Weiterleitung der Nachzahlung an den Gläubiger war daher nicht zulässig. Weitere Informationen zum Thema „Pfändung von Hartz-IV-Nachzahlungen“ finden Sie auf der Webseite https://www.evocate-inkasso.de/pfaendung-hartz-4.

Büro der Zukunft

Wie sieht das Büro der Zukunft aus?

Der klassische Büroarbeitsplatz besitzt wenig Attraktivität: Ein Schreibtisch mit Stuhl, diverse Ablagefächer, ein Aktenschrank und der unvermeidliche Computer bestimmen das Raumambiente. In einer solchen Umgebung fühlen sich nur die wenigsten Mitarbeiter von Unternehmen wohl. Dies drückt sich unter anderem darin aus, dass sie versuchen, sich so oft wie möglich von ihrem Arbeitsplatz zu entfernen – sei es für eine Kaffeepause, zum Mittagessen oder für eine schnelle Zigarette auf dem Raucherflur.

Wenn es nach den Verantwortlichen von Grosskonzernen wie Unilever und Microsoft geht, soll sich dies schon bald ändern. Aus Büros sollen Treffpunkte werden, an denen Mitarbeiter zu Teambesprechungen zusammenkommen und sich mit Kunden beraten. Auf diese Weise würde die soziale Isolation, die heute in vielen Unternehmen anzutreffen ist, enden. Das altbekannte Bild vom Angestellten, der im stillen Kämmerlein sitzt und zwischen Smartphone und Laptop hin- und herwechselt, könnte schon in zehn bis zwanzig Jahren Geschichte sein.

Die Leistung ist entscheidend

In Zukunft wird es nicht mehr entscheidend sein, wo jemand arbeitet, sondern was er oder sie leistet. Es gibt heute eine Vielzahl von Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden weitaus produktiver arbeiten als in den Räumlichkeiten des Unternehmens, für das sie tätig sind. Andere zieht es in ein nahe gelegenes Café, wo sie Ideen und Konzepte entwickeln, die ihnen in einem Büro-Umfeld niemals in den Sinn kommen würden.

Vordenker wie Alison Maitland von der Londoner Cass Business School weisen regelmässig darauf hin, dass es letztlich darauf ankommt, dass sich der Arbeitnehmer in seiner Haut wohlfühlt. Wenn jemand am liebsten im Stadtpark mit einem Laptop auf einer Bank sitze, so Maitland, solle er dort auch arbeiten dürfen. So würden viele Arbeitnehmer ein Gefühl von Freiheit bekommen, das enorme Potenziale freisetzen könnte – vor allem in kreativer Hinsicht.

Der technologische Fortschritt eröffnet ungeahnte Möglichkeiten

Der technologische Fortschritt wird das Aussehen zukünftiger Büros stärker beeinflussen, als es den meisten Menschen bewusst ist. Die Computer werden immer kleiner und leistungsfähiger, sodass es inzwischen möglich ist, hochkomplexe Rechenaufgaben mit einem handelsüblichen Tabletcomputer zu bewältigen. Schon ein preisgünstiger Laptop bietet heute so viel Leistung, dass es keinen Grund mehr gibt, zwischendurch ins Büro zurückzukehren und den dort aufgebauten Rechner in Anspruch zu nehmen.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor, der häufig vergessen wird: Jeder Angestellte hat heute die Möglichkeit, Speichermedien wie SD-Karten und USB-Sticks zu nutzen und wichtige Informationen mit nach Hause zu nehmen. Möchte man daheim an einem Projekt weiterarbeiten, stellt dies kein Problem dar: Innerhalb von Sekunden sind die Daten kopiert, und der Stick wandert in die Jackentasche. Dies schafft nicht nur zusätzliche Freiheit, sondern sorgt auch für ein hohes Mass an zeitlicher Flexibilität. Preisgünstige Speichermedien für Bürozwecke gibt es unter anderem bei Otto Office.

5 Tipps: Was kann man gegen Stress tun?

Die gute Nachricht zuerst: Stress an sich ist nicht schlecht, denn er hält uns wach und sorgt dafür, dass wir unsere volle Leistung abrufen.

Und nun die schlechte Nachricht: Zu viel Stress ist schädlich. So schädlich, dass dieser zu Angstattacken, Depressionen, Gewichtszunahme, Herzerkrankungen, Gedächtnisverlust, Beeinträchtigung der kognitiven Funktion und vielem mehr führen kann.

Daher ist es extrem wichtig, zu erkennen, wann man eine Pause braucht und sich diese auch zu gönnen. Doch dies ist einfacher gesagt als getan, denn im Arbeitsleben zählt nur Leistung, Pausen werden als Schwäche angesehen.

Gleichzeitig werden wir ständig mit Informationen überflutet – laut einer Studie entspricht die Informationsmenge, die wir täglich aufnehmen, etwa 174 Zeitungen. Irgendwann macht unser Gehirn da einfach nicht mehr mit und unsere Leistungsfähigkeit sinkt dramatisch.

Was kann man also tun, um dem Gehirn eine Verschnaufpause zu gönnen?

1. Machen Sie ein Nickerchen

Bereits ein 7 bis 10-minütiges Nickerchen kann Ihre Aufmerksamkeit für bis zu 3 Stunden verbessern. Doch länger ist nicht gleich besser: mehr als 20-30 Minuten werden Sie höchstwahrscheinlich noch müder machen, denn dann setzt der Tiefschlaf ein.

2. Meditieren Sie

Meditation reduziert die übermäßige Aktivität des Gehirns und steigert die sogenannten Alpha-Gehirnwellen im Gehirn, die mit Kreativität und Entspannung in Verbindung gebracht werden.

3. Machen Sie einen Spaziergang im Grünen

Studien zeigen, dass ein Spaziergang in der Natur positive körperliche und geistige Auswirkungen auf das Gehirn hat und von negativen Gedanken abhält.

4. Achten Sie auf Ihre Ernährung

Damit unsere Gehirnzellen Informationen schnell untereinander austauschen können, müssen ihre Verbindungen (Axone) gut myelinisiert sein – Myelin ist eine Biomembran, die die Axone spiralförmig umgibt und zu 70% aus Fett besteht.

Hochwertige Fette aus Lebensmitteln wie Avocados, bitterschokolade Schokolade (mindestens 80% Kakaogehalt), mit Gras gefüttertes Rindfleisch, wild gefangener Fisch (Makrele, Lachs, Sardine) und andere Meeresbewohner sollten also nach Möglichkeit auf Ihrem Speiseplan stehen. Es ist also durchaus erlaubt, hin und wieder im Gourmet Shop zuzugreifen.

Gleichzeitig sollte man versuchen, den Zucker– und Koffein-Konsum einzuschränken, weil beides in großen Mengen dem Körper (und damit ist auch das Gehirn gemeint) schaden.

5. Verbessern Sie Ihren Schlaf

Gehen Sie stets zur gleichen Zeit schlafen. Schlafen Sie in völlig abgedunkelten Räumen (oder nutzen Sie eine Schlafmaske) und schalten Sie Ihr Smartphone, Tablet, Computer, etc. mindestens 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen aus. Versuchen Sie täglich mindestens 7-8 Stunden zu schlafen. Versuchen Sie mindestens 2 (besser 3 Stunden) vor dem Schlafengehen nichts zu essen (erst recht nicht viel und fettig). Wenn Sie hungrig sind, versuchen Sie einen Löffel Honig. Wenn Sie nachts oder am frühen Morgen durch Nachbarn oder Verkehr vorzeitig geweckt werden, probieren Sie Ohropax (keine gewöhnlichen Ohrstöpsel) aus.

Und wenn es um Arbeit geht, gilt: weniger kann mehr sein. Wer den ganzen Tag müde ist, kann mit Sicherheit nicht seine volle Leistung abrufen. Denn in Sachen Arbeit sollte es darum gehen, effizient zu arbeiten und nicht einfach nur eine bestimmte Zeit abzusitzen – denn dann ist nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer zufrieden, denn er erkennt, dass er seine Lebenszeit (!) nicht verschwendet.

3 Taktiken zur Steigerung der Produktivität

Heutzutage sind Menschen, die sich nicht darüber beschweren, was sie alles nicht schaffen, eher die Ausnahmen. Wir alle haben unzählige Aufgaben, die wir erledigen müssen und es werden täglich immer mehr.

Der typische Lösungsansatz für dieses Problem sieht vor, einfach effizienter zu werden. Man versucht die Stillstandzeit zu beseitigen, mehr zu arbeiten, die geistigen Fähigkeiten zu verbessern, schneller von einer Aufgabe zur nächsten zu springen oder sogar zu „multitasken“.

Doch was vielleicht bei Maschinen funktionieren mag, funktioniert nicht bei Menschen. Und bei Menschen sollte Effektivität, nicht Effizienz. Das menschliche Gehirn kann unter richtigen Bedingungen unglaublich effektiv arbeiten – jedoch nicht unter falschen. Zu viel von den falschen Bedingungen führen leicht zu Stress oder gar Burnout.

Doch was sind die richtigen Bedingungen?

Vereinfacht gesagt geht es darum, sich jeden Tag eine bestimmte Zeit zu reservieren (nicht mehr als 2 Stunden), in der Sie wirklich hochkonzentriert und effektiv an einer bestimmten Aufgabe arbeiten. Dazu müssen Sie lernen,

1) Bewusst Prioritäten zu setzen

Es ist überaus wichtig, zwischen dringenden und wichtigen Aufgaben zu unterscheiden. Etwas mag dringend sein, doch ist es nur selten wirklich wichtig. Sie sollten stets wichtigen Aufgaben den Vorzug geben. Bewusste Entscheidungen sind dabei ebenfalls von Bedeutung, denn oftmals geht man automatisch von einer Aufgabe zur nächsten über, ohne wirklich zu überprüfen, ob diese Aufgabe wirklich wichtig ist. Das heißt, man sollte sich zwischen Aufgaben einige Minuten Zeit lassen, um zu überprüfen, welche Aufgabe im Anschluss angegangen werden sollte.

2) passende Zeiten für verschiedene Aufgaben zu finden

Nicht alle Aufgaben sind gleich – einige erfordern sehr viel Aufmerksamkeit und diese ist bei Menschen nicht unbegrenzt. Einige Aufgaben wirken sich negativ auf die Stimmung aus, einige positiv. Daher macht es Sinn, bewusst Ihre Zeiten der höchsten Leistungsfähigkeit in Erinnerung zu bringen (die meisten Menschen sind am frühen Morgen am leistungsfähigsten, einige jedoch auch spät abends) – wie auch Wirkungen einzelner Tätigkeiten – und anschließend die wichtigen Aufgaben in diesen Zeitfenstern unterzubringen. Wer beispielsweise erst viele dringende, jedoch unwichtige Aufgaben erledigt, wird im Anschluss deutlich weniger mentale Energie für wichtige Aufgaben haben. Es geht also darum, zu erkennen, wann man an welchen Aufgaben arbeiten sollte.

3) die passende Arbeitsumgebung zu schaffen

Ihre Arbeitsumgebung hat einen stärken Effekt auf das, was bzw. wie viel Sie erledigen können, als Sie vermutlich glauben. Lärm und störende Geräusche machen es äußerst schwer, sich zu konzentrieren. Auch die Beleuchtung und Pflanzen(wahl) haben einen starken Einfluss auf die Aufmerksamkeit und Kreativität. Natürlich können die meisten ihren Arbeitsplatz nicht wirklich ändern, doch bereits kleinere Änderungen können einen positiven Effekt auf die Produktivität haben.

Die Arbeitswelt des Menschen von heute scheint vor allem durch Überwältigung gekennzeichnet zu sein. Die obengenannten Techniken sollen dabei helfen, diesen Zustand zu überwinden.

Bonus-Tipp: Man muss nicht alle Aufgaben zwangsläufig selbst erledigen – Outsourcing ist das Stichwort. Darunter versteht man die Übergabe von Aufgaben an qualifizierte Arbeiter außerhalb des Unternehmens, die in der Regel weitaus günstiger sind. Dadurch spart man nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Firmen, die Produkte herstellen, können sich zum Beispiel Bedienungsanleitungen schreiben oder technische Übersetzungen anfertigen lassen.